Zur externen Seite Naturpark Altmühltal Das Jura-Bauernhof-Museum in Hofstetten Ausstellungen Veranstaltungen Museum Verein
Streuobst 2003

Bauernmarkt 2007 Bauernmarkt 2006 Bauernmarkt 2004 Bauernmarkt 2003 Bauernmarkt 2005 Brunnenbau Moritatensingen 2006 Moritatensingen 2005 Moritatensingen 2004 Moritatensingen 2002 Moritatensingen 2007 Moritatensingen 2003 Kirchweih 2007 Kirchweih 2003 Streuobst 2005 Streuobst 2003 Hoagarten 2004 Ostern 2007 Ostern 2005 Ostern 2003 Ostern 2002 Landwirtschaft 2004 Sonntagsausflug Hoffest Kirchweih Geister

Home
Nach oben

 

Suche

Inhaltsverz.

Impressum

Bericht des Eichstätter Kuriers vom 30.09.2003

Den Hitzhofener Bürgermeister konnten erst 1055 Äpfel aufwiegen
600 Besucher bei der Aktion Streuobst im Jura-Bauernhof-Museum / Beliebtes Grundnahrungsmittel

Wer buchstäblich Äpfel mit Birnen vergleichen wollte, war in Hofstetten genau richtig.Hofstetten (klf) Ohne Zweifel, wenn es um die Paradiesfrucht „Apfel" geht, dann muss selbst Petrus ein Einsehen haben. Pünktlich zur offiziellen Eröffnung der „Aktion Streuobst" im Jura-Bauernhof-Museum in Hofstetten riss am Sonntagnachmittag der Regenhimmel auf. Und über all den Alkmenen, Boskoops oder Goldrenetten und den „Schönen von Wiltshire" oder „Köstlichen von Charneu" und ihren insgesamt gut 600 Bewunderern stand ein weißblaues Kaiserwetter. Einen solchen Erfolg der „Aktion Streuobst - eine Aktion rund um den heimischen Apfel", hätten sich weder die Veranstalter vom Landwirtschaftsamt Ingolstadt und dem Landratsamt Eichstätt noch die Schirmherrin der Aktion, Eichstätts stellvertretende Landrätin Rita Böhm, träumen lassen.

Bürgermeister Andreas Dirr wurde mit 1055 Äpfeln aufgewogen.Die Apfelkuchenkreationen der Familie Betz, die das Jura-Bauernhof-Museum hingebungsvoll betreut, gingen dann auch weg wie warme Semmeln. Die mobile Apfelsaftpresse des Böhmfelder Gartenbauvereins, die ihren Dienst mit 300 Bar Pressdruck bereits am frühen Sonntagvormittag aufnahm, kam nicht eine Sekunde zur Ruhe. Alle standen sie an für „flüssiges Streuobst" aus der Region, das entweder elegant nach der Birne „Gräfin von Paris" schmeckte oder klar und eindeutig nach Äpfeln der Sorten Cox Orange oder Goldparmäne. Dabei muss man in Deutschland für den Apfel als „Grundnahrungsmittel" gar nicht werben, so Dr. Eduard Stattmann, der Chef des Ingolstädter Landwirtschaftsamtes, Landrätin Rita Böhm und Hitzhofens Bürgermeister Andreas Dirr in ihren Grußworten übereinstimmend. Denn die Bundesbürger verzehren pro Kopf und Jahr durchschnittlich etwa 35 Kilogramm Äpfel.

Was aber mit der bayernweit veranstalteten Aktion „Streuobst 2000 plus" wieder ins Bewusstsein der Verbraucher gerückt werden soll, ist die Tatsache, dass der ernährungswissenschaftlich als absoluter Gesundheitsbringer eingestufte Apfel in jeder Region zur natürlichen Vegetation gehört und dass er möglichst auch in der jeweiligen Region zu Produkten verarbeitet und als veredeltes Produkt ortsnah vermarktet werden sollte.

Die Erhaltung und Vermehrung bayerischer Streuobstwiesen sei ein Anliegen der „Aktion Streuobst plus", so Rita Böhm. Mit Streuobstwiesen werden wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen gesichert. In Hanglagen sind Streuobstwiesen angewandter natürlicher Erosionsschutz, und sie sind in touristisch erschlossenen Gegenden landschaftsbildprägend und ein gesuchter Erholungsraum für die Feriengäste.

Auf die vielfältigen Möglichkeiten, mit Äpfeln zu kochen, zu backen, zu entsaften oder Gelee herzustellen wies Else Greßmann, die Leiterin der Abteilung Hauswirtschaft in der Landwirtschaftsschule, bei einem ersten Rundgang über das Gelände beim Bauernhof-Museum hin. Dort hatten sich Direktvermarkter, der Hauswirtschaftliche Fachservice, der Bayerische Bauernverband, der Eichstätter Jägerverein, der Bund Naturschutz, der Imkerverband, verschiedene Gartenbauvereine aus der Region und Vertreter einer Baumschule eingefunden, um über den Apfel, seine Kulturgeschichte, seine ernährungsphysiologischen Vorzüge und seine Bedeutung in einem ökologischen Gleichgewicht in unserer Umwelt aufzuklären. Es wurden Apfelmeditationen ebenso angeboten wie ein buntes Kinderprogramm rund um den Apfel.

Die Gungoldinger Jagdhornbläser sorgten für musikalische Akzente, und Johanna Hiebel aus Ingolstadt nahm beim Apfelquiz stolz den ersten Preis entgegen. Sie hatte richtig geschätzt, dass Bürgermeister Dirr, der augenblicklich etwa 98 Kilo auf die Waage bringt, nur mit mindestens 1055 Äpfeln aufzuwiegen sei.

Weitere Bilder vom Streuobsttag 2003:

        

        

        

        

                                    Jura-Bauernhof-Museum, Schlossstr. 19, 85122 Hitzhofen-Hofstetten, E-Mail