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Bericht des Eichstätter Kuriers vom 29.03.2005
"Eierringeln und Schussern":
Kinderspiele wie vor hundert Jahren
Hofstetten
(ztt) Mit dem altbekannten und bewährten Kinderprogramm an Ostern startete das
Jura-Bauernhof-Museum Hofstetten in die diesjährige Saison. Kreisheimatpfleger
Wunibald Iser hatte in dem 1901 erschienenen Buch „Kinderspiele aus Eichstätt
und Umgebung" nachgeschlagen, und zwei Spielchen ausgewählt. Beim
„Eierringeln" herrschte ständig Hochbetrieb, konnten doch hier selbst
die Kleinsten ein buntes Osterei abstauben. Von einem schräg gestelltem Brett
mussten die Mädchen und Buben einen Eisenring, herunterrollen lassen. Dort wo
er liegen blieb, legten sie ein Ei a. Nachdem jeder Mitspieler ein Osterei
„gesetzt" hatte, startete die zweite Runde. Wieder mussten die Mitspieler
den Ring die schiefe Ebene hinabrollen lassen, diesmal galt es jedoch, eines der
gesetzten Eier zu treffen. Und wer traf, der durfte das Ei behalten. Ums Treffen
ging es auch beim "Schussern". Im Hof vor dem Stadel übten sich
Kinder und Jugendliche mit bunten Glaskugeln.
Im
großen Museumsgarten, hinter Stall und Stadel, versteckte derweil der
"Osterhase" den ganzen Tag über fleißig Eier. In Scharen liefen die
Kinder über die Wiese und suchten eifrig zwischen den: Obstbäumen und am Gänsestall.
Nach der Winterpause zeigte sich der Kipfelerhof in der Ortsmitte von
Hofstetten bodenständig und rustikal wie eh und je. Die alten Bauerngeräte in Stadel und Schuppen warteten ebenso wieder
auf die Besucher wie die mit alten Haushaltswaren und Möbeln ausgestattete
Wohnstube. Die Winterpause war zu kleinen Ausbesserungsarbeiten genutzt worden und zur
Vorbereitung für eine neue Sonderausstellung. Ab 5. Mai ist eine Schusterwerkstatt aus früheren
Zeiten zu sehen.
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