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(Bericht des Eichstätter Kuriers)
Saison endet mit schmackhaften Kirchweihkiacherln
Hofstetten (crs) Großer Andrang herrschte am Sonntagnachmittag auf die selbst gemachten Kirchweihkiacherl im Jura-Bauernhofmuseum in Hofstetten. Mit der Kirchweih fand eine erfolgreiche Saison, in der ein Besucherzuwachs für das Bauernhofmuseum zu verzeichnen war, ihren Abschluss. Gäste aus der ganzen Region wollten bei einem Kaffee die Kiacherl probieren und deckten sich oftmals auch noch mit einem Vorrat für zu Hause ein. "Die Kiacherl von hier schmecken einfach am besten", verriet die fünfjährige Sonja. Seit sieben Uhr morgens bereiteten Erna Ganser und zahlreiche fleißige
Helferinnen die Kiacherl in der "Rußkuchl" des Kipferlerhofes vor. Dabei wird zunächst mit Weizenmehl, Salz, Zucker, Hefe und angewärmter Milch ein Dämpferl angesetzt. Neben einer Heizung ließ Ema Ganser den Vorteig in der "Speis" gehen, um anschließend noch geriebene Zitronenschale, Eier, Vanillezucker, feste Butter und einen Schuss Rum hinzuzufügen. Wichtig für das Gelingen der Kiacherl sei vor allem die richtige Temperatur der Zutaten, betonte Erna Ganser. In kleine Häufchen zerteilt, muss der Teig nochmals gehen, bevor die Kiacherl von Hand ausgezogen und im
Pflanzenöl herausgebacken werden. Im Öl schwimmend, wurden die Kiacherl von Museumswartin Gabi Betz einmal gewendet.
In der Stube des 1551 erbauten Kipferlerhofs konnten sich die Besucher von dem einzigartigen Geschmack der frischen Bauernkiacherl überzeugen. Auch hausgemachte Kuchen wurden zum Verkauf angeboten. Musikalisch umrahmt wurde das Kirchweihfest vom "Schwemmfeld-Dreigesang" und der "Mayerhofer-Musi", die traditionelle bayerische Volksstücke darboten. Des Weiteren konnte der vollständig erhaltene Hof mit Wohnstallhaus, Stadel, Nebengebäude und Garten besichtigt werden. Die Puppenausstellung im Obergeschoss wird im Frühjahr, wenn das Museum am Ostersonntag mit einem
Ostereiersuchen für Kinder wieder geöffnet wird, durch eine Ausstellung von handgefertigten Strickwaren abgelöst.
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