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Packend, prickelnd und schön gruselig
Riesiger Andrang bei der Gruselstunde für Kinder im Jura-Bauernhofmuseum Hofstetten
Ein kleines Jubiläum konnte die „Gruselstunde für Kinder“ im Jura-Bauernhofmuseum Hofstetten feiern: Bereits zum zehnten Mal lockte diese Veranstaltung so viele Kinder zwischen 5 und 15 in die warme Stube des Kipferlerhofes, dass der Raum die Besucher kaum fassen konnte und sich Buben und Mädchen vor wohligem Schauer eng aneinander kuscheln konnten. Gespannt lauschten die Kinder unter dem Motto „Erschrick dich nicht“ den gruseligen und teilweise sogar lustigen Erzählungen und Geschichten des Duos Herbert F. Meyer und Marianne Grund, die inzwischen schon „Profiqualitäten“ im Erzählen und Vorlesen auf dem Hof entwickelt haben. Die Eichstätterin Marianne Grund, übrigens geschätztes Mitglied im Museumsverein, hat diesen Termin wieder federführend mit organisiert und freute sich über den großen Andrang. Es ist aber tatsächlich ein einmaliges Erlebnis, im von zwei Kerzen beleuchteten Raum Erzählungen mit „Spannungsfaktor“ zu lauschen und sich dabei leicht zu gruseln.... „Ich bin heuer bereits zum zweiten Mal da mit meiner Mama und mir gefällt’s immer total gut“, sagt beispielsweise der 8-jährige Benedikt aus Eichstätt.
Benedikt und seine Mitzuhörer wurden nicht enttäuscht: So erfuhren sie etwas vom armen Schuster, den um Mitternacht stets kleine Helfer in der Werkstatt besuchten. Vom dunklen Haus im Wald, in dem ein dunkler Sarg mit schwarzer Vogelfeder ruhte. Vom unerschrockenen Tuchmachergesellen, der mit einem fegenden Gespenst in einer Kammer hauste. Vom alten Grafen im halbverfallenen Schloss, der nach seinem Tod dem Diener schaurige Träume bereitete und auf der Suche nach seinem Silberbein war. Oder von der Geistermesse in der alten Stadtpfarrkirche am Marktplatz, zu der ein Glöcklein eine treue Beterin zu mitternächtlicher Stunde in die Kirche rief und sie am Ende ihre längst verstorbene Base als Banknachbarin erkannte. Packend, spannend und mit überraschenden Wendungen waren alle Geschichten, die Welt der Fantasie, der Wunder und geheimnisvollen Zusammenhänge ballten sich zu gruseligen Ereignissen. „Nicht Grausen und Angst sollen die Kinder erfahren, sondern prickelndes Gruseln. Es sind alte Sagen und Geschichten aus unserer Region, die wir zusammengetragen haben und erzählen und so weitergeben möchten“, so Erzähler Herbert F. Meyer. Besonders Mutige konnten im Anschluss ans Erzählen noch einen Gang auf den dunklen Dachboden des Hofes wagen, der nach all den Geschichten zusätzlich schaurig-schöne Atmosphäre verströmte.
Dank der Bankkunst von Marianne Grund konnte jedes Kind zum Schluss ein eigenes „Teiggespenst“ in Keksform mit nach Hause nehmen. Fürchten musste sich nach der Gruselstunde übrigens tatsächlich keines der Kinder, denn Herbert F. Meyer gab ihnen mit auf den Weg: „Es gibt viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir uns nicht erklären können. Aber deswegen braucht man keine Angst zu haben!“ pp
Foto: Preis
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