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Von versunkenen Schätzen und erlösten Geistern
Gelungene
Gruselstunde für Kinder im Jura-Bauernhofmuseum Hofstetten
Die
„Gruselstunde für Kinder“ im Jura-Bauernhofmuseum Hofstetten ist zwar
bereits gute Tradition im Jahreslauf des Museums, allerdings waren es heuer so
viele Kinder wie schon lange nicht mehr, die den gruseligen Erzählungen des
Duos Herbert F. Meyer und Susi Tratz lauschten. Die Eichstätterin Marianne
Grund, die diesen Termin im Oktober federführend mit organisiert, zeigte sich
positiv überrascht und sehr erfreut über den Andrang – die gute Stube mit
dem wohlig-warmen Kachelofen konnte die jugendlichen Besucher kaum alle
aufnehmen. Der nur von zwei Kerzen beleuchtete Raum eignete sich wieder prächtig
als Kulisse für die unterschiedlichste Erzählungen, allesamt mit großem
„Spannungsfaktor“.
Und die erwartungsfrohen
Gesichter der Jugend wurden nicht enttäuscht: Packend, spannend und mit überraschenden
Wendungen folgten die Buben und Mädchen den unheimlichen Sagen, die meist aus
dem Urdonautal stammten. Ob die Sage von der Erlösung des spukenden Urgroßvaters
in Möckenlohe, vom Spuk am Osttor der Stadt Eichstätt, von der missglückten
Schatzsuche der vier Buben plus Begegnung mit dem Belzebub oder dem Geist im
Hemd – die Erzähler verstanden es, die Kinder in ihren Bann zu ziehen. Eine
ganze Stunde lang lag Spannung in der Luft. Besonders Mutige konnten im
Anschluss ans Erzählen noch einen Gang auf den dunklen Dachboden des Hofes
wagen, der nach all den Geschichten zusätzlich schaurig-schöne Atmosphäre
verströmte.
Dank
der Bankkunst von Marianne Grund konnte jedes Kind zum Schluss ein eigenes
„Teiggespenst“ in Keksform mit nach Hause nehmen. „Ich komm nächstes Jahr
bestimmt wieder. Es war echt gruselig und spannend und ich hab jetzt gleich was
zum Erzählen daheim“, zog der 9-jährige Florian das Resümee. „Uns geht es
nicht darum, die Kinder zu erschrecken, bei uns kommt das Gruseln mit einem
Augenzwinkern daher, und die ausgewählten Sagen und Erzählungen aus der
Umgebung können als unterhaltsame Heimatkunde gesehen werden“, stellen die
Veranstalter fest. Fürchten musste sich nach der Gruselstunde übrigens tatsächlich
keines der Kinder, denn Herbert F. Meyer gab ihnen mit auf den Weg: „Es gibt
viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir uns nicht erklären können. Aber
deswegen braucht man keine Angst zu haben!“ pp
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