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| Bericht des Eichstätter Kuriers vom 17. Juli 2007 Fast vergessene Handwerkskunst sorgfältig präsentiert
Bauernmarkt in Hofstetten litt allerdings unter den hohen Temperaturen / „Kirmzeimer“ und Bürstenmacher
In der Scheune konnten die Besucher dem Rechenmacher Klaus
Eckerle aus Arnsberg zusehen, wie er sorgfältig einen Rechenstiel schnitzte
oder die Zähne für den Rechen mit kräftigen Hammerschlägen durch eine
Metallvorrichtung herausschlug. Daneben zeigte Michl Meyer aus Ruppmannsburg bei Thalmässing
die Herstellung von Körben mit exakt zurecht geschnittenen Kiefernholzstreifen
und kreisrund gebogenen Weidenstecken. Das Handwerk des „Kirmzeimer“, erzählte
Meyer, habe er als Kind erlernt und konnte dadurch für die Familie etwas
mitverdienen. Erst im Alter besann er sich dann wieder auf die einst erlernte
und fast vergessene Kunst: „Wenn man älter wird, wird man heller“, so Michl
Meyer mit einem Augenzwinkern.
Aber auch fürs leibliche Wohl war gesorgt: Vom
Bauernhofeis aus Bieswang über Bioprodukte aus Burgsalach bis hin zum frisch
gebackenen Brot aus dem Backofen des Museums waren allerhand hochwertige
Leckereien angeboten. Nur schade, dass bei über 35 Grad im Schatten der
Besucherandrang deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Einen etwas kühleren
Ort in der Stube des Museums hatte sich die 80-jährige Maria Knöferl aus Böhmfeld
ausgesucht: Sie saß an ihrem Spinnrad, und die Zeit schien still zu stehen, während
sie ganz offen aus ihrem bewegten Leben erzählte, das auch von Schicksalsschlägen
nicht verschont geblieben ist.
Weitere Bilder:
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Jura-Bauernhof-Museum, Schlossstr. 19, 85122 Hitzhofen-Hofstetten, E-Mail |