Bericht des Eichstätter Kuriers vom 18.
Juli 2006
Drechsler und „Kermzeiner" zeigten ihre alten Künste
Bauern- und Handwerksmarkt war gut besucht
Hofstetten
(smo) Der jährliche Bauern- und Handwerksmarkt des Jura-Bauernhof-Museums in
Hofstetten bot einen würdigen Rahmen für die 20-Jahr-Feier
des Museums.
Käse,
Nudeln, Marmelade, Bauernbrot und Schnäpse wurden angeboten. Frauen hatten ihre
Näh- und Bastelarbeiten, die guten Absatz fanden, dabei. Die Besucher des
Marktes nutzten die Gelegenheit, sich bei den einzelnen Anbietern nach der
Herstellung zu erkundigen und die Techniken ihres Arbeitens zu erfragen.
„Kermzeiner"
Michael Meyer aus Thalmässing ließ sich bei seiner Arbeit, dem Flechten von Körben,
auf die Hände schauen. Meyer ist einer der letzten seines Standes.
Der
Pietenfelder Manfred Hirschberger drechselt hobbymäßig. Zahlreiche Arbeiten präsentierte
er während des Marktes, Schalen aus Nussbaum, Esche, Ahorn oder Ulme hatte er
dabei. Der passionierte Krippenschnitzer gab gerne Auskunft über seine Arbeit und
führte das Entstehen einer Schale dem staunenden Publikum vor: „Das ist alles
im Holz drin, man muss nur das außenrum wegschneiden, was nicht dazu gehört."
Von
seinem Großvater hat Klaus Eckerle aus Arnsberg das Rechenmachen gelernt und übernommen.
Auch er betreibt es hobbymäßig und zeigte auf dem Markt in Hofstetten das
Entstehen seiner Werke.
In der Stube des Kipferlerhofes saß Jurabäuerin
Maria Knöferl am Spinnrad und zeigte, wie Schafwolle gesponnen wird. Neben dem
Markt, der auf dem ganzen Areal viele weitere Angebote bereithielt, waren die
verschiedenen Ausstellungsebenen des Museums gut frequentiert und stießen bei
den zahlreichen Besuchern auf großes Interesse.
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