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WurzgartenBereits 1814, bei der Uraufnahme des Kipferlerhofes im Kataster, ist beim Haus ein "Wurzgarten" - die damals übliche Bezeichnung für den Kraut- und Küchengarten - erwähnt. In einer Zeit, in der noch kein Frischgemüse im Geschäft zu kaufen war, hatte der Garten vor allem den Speisezettel mit Salat, Gemüse und Gewürzkräutern zu bereichern, doch auch Blumen wuchsen hier. Außerdem zog man viele Kräuter, aus denen die Bäuerin früher allerlei Tränklein und Salben gegen eine Vielzahl von Beschwerden und Krankheiten zu bereiten wusste. Beschreibung: Der gut 20 m lange und im Durchschnitt 7 m breite Garten erstreckt sich vom Bienenhaus aus entlang der Nachbargrenze nach Süden, Vom Obstgarten ist er durch einen Lattenzaun zwischen Steinsäulen abgegrenzt, die teilweise im Original noch erhalten waren. Der Garten wird durch eine Türe neben dem Bienenhaus betreten und hat - entsprechend der hier vorgefundenen ursprünglichen Anlage einen von der Mittelachse nach links verschobenen Längsweg. Ausstattung: Der hier neu angelegte Garten umfasst die in einem Bauerngarten üblichen Pflanzen. So findet man die häufigsten Küchenkräuter wie Schnittlauch, Basilikum, Dill, Majoran, Petersilie, Liebstöckl, Kresse und Thymian. Für die Blumenbeete wurden die typischen Blumen und Stauden des Bauerngartens verwendet, u. a. Pfingstrosen, Phlox, Christrosen, Kaiserkronen, Tulpen, Margariten und Vergissmeinnicht. Wichtige Heilkräuter sind Baldrian, Echte Kamille, Pfefferminze, Melisse, Königskerze und Ringelblume; sogar Schlüsselblume, Pfingstrose und Fingerhut fanden zu Heilzwecken Verwendung. Beim Gemüse und Salat - bunt gemischt und von Bux eingefasst- wurde vor allem auch auf alte Gemüsearten Wert gelegt, wie Mangold, Schalottenzwiebeln, Knoblauch, Erbsen, Linsen, Meerrettich, Rote Rüben, Sellerie, Eiszapfen und Endivien. |
Jura-Bauernhof-Museum, Schlossstr. 19, 85122 Hitzhofen-Hofstetten, E-Mail |