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Stadelboden II

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Stadelboden II - Futterbereitungsgeräte

Arbeiten mit dem Halmstuhl Nutzung:

Verschiedene bäuerliche Geräte dienten der Zerkleinerung des Futters. Mit dem Halmstuhl bzw. später mit der Futterschneidemaschine schnitt man Stroh und Heu kurz, damit das Tier dick- und hartstengeliges Futter leichter kauen und man besser mit anderem Futter mischen konnte. Eine vergleichbare Funktion hatte die Schrotmühle: Mit ihr wurden Körnerfrüchte zerkleinert, um die Kauarbeit und die Verdauung durch die Tiere zu erleichtern.

Beschreibung:

Halmstühle wurden vom 16. bis ins 19. Jahrhundert in nahezu jedem Bauernhof verwendet. So ergibt sich z. B. aus einem Kaufvertrag von 1781, dass auf dem Kipferlerhof damals drei Halmstühle "samt Messer" vorhanden waren. Das hier abgebildete Exemplar, das aus Buxheim stammt, ist handwerklich sorgfältig gearbeitet, bemalt und mit 1859 datiert. Beim Schneiden wurde Stroh oder Gras in die hölzerne Lade gelegt, mit einer kurzen Gabel in der einen Hand nach vorne geschoben, mit Hilfe eines Pedals zusammengepresst und durch das große, drehbar gelagerte Messer in der anderen Hand geschnitten, Da bei einem größeren Hof das Futterschneiden mit dem Halmstuhl täglich selbst beim Einsatz von zwei Arbeitskräften drei bis vier Stunden erforderte, kamen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Futterschneidmaschinen (Häckselmaschinen) auf, bei denen an Scheiben oder Trommeln montierte Messer das Futter schnitten. Die Schwungräder hatten früher Handantrieb, bei größeren Anwesen auch Göpelantrieb, später erfolgte der Antrieb mit Motor. Die hier gezeigte Häckselmaschine, die sich in der Vertiefung unmittelbar über dem Rinderstall am originalen Standort befindet, wurde im Kipferlerhof zuletzt mit Motor betrieben. Ergänzend dazu ist daneben eine Schrotmühle zu sehen, die ebenfalls vom Kipferlerhof stammt.

                                    Jura-Bauernhof-Museum, Schlossstr. 19, 85122 Hitzhofen-Hofstetten, E-Mail