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Schweineställe

Schweinestalltüren und Klappen für die Fütterung von außen Nutzung:

Der Schweinebestand in den Bauernhöfen unserer Gegend war früher relativ klein. Im Kipferlerhof gab es z. B. laut Aufzählung in Übergabeverträgen 1781 lediglich ein Schwein und vier Frischlinge, 1796 eine "Schweinsmutter samt neun Jungen" und drei Frischlinge und 1854 fünf Schweine. Die Schweine waren deshalb oft in anderen Gebäuden des Hofes, insbesondere in der Scheune, untergebracht; erst seit dem 19. Jahrhundert kamen verstärkt einzelstehende Schweineställe auf. Dies hing wohl mit dem Fortfall der Schweinehut (Eichelmast in den Wäldern) und der Einführung der Stallfütterung zusammen, die zu einer Intensivierung und Vergrößerung der Schweinehaltung führte. Wie sich aus einer Ummessungstabelle des Königlichen Rentamtes Kipfenberg vom Januar 1875 ergibt, waren zu diesem Zeitpunkt im Kipferlerhof zwar Schweineställe vorhanden, jedoch sind dafür keine eigenen Gebäude in der Karte verzeichnet. Erst bei einer Neuvermessung 1931 wurde ein gesondertes Schweinestallgebäude an der östlichen Grundstücksgrenze im Katasterplan festgehalten. Nach vermessungsamtlichen Unterlagen wurde dieser Schweinestall 1954 vergrößert und ein weiterer Schweinestall an der Nordseite hinzugefügt.

Beschreibung:

Die Schweine waren damit seit 1954 in zwei Gebäuden untergebracht: In einem ca. 20 qm großen Stall an der Straßenseite und in einem ca. 13 qm großen Teil des langgestreckten Gebäudes an der Ostseite des Hofes. Jedes Stallgebäude ist durch Zwischenwände in je drei Einzelställe abgeteilt, von denen jeder eine Türe und einen Futtertrog für die Fütterung von außen hat.

Ausstattung:

Die Gerätschaften zum Füttern der Schweine und zum Ausmisten des Stalles finden sich hier: Schweinekübel, Gabeln und Krucken. Unmittelbar vor den Ställen steht der Kartoffeldämpfer, der zur Vorbereitung des Schweinefutters diente.

                                    Jura-Bauernhof-Museum, Schlossstr. 19, 85122 Hitzhofen-Hofstetten, E-Mail