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RemiseDie Remise diente zum Unterstellen landwirtschaftlichen Geräts, insbesondere größerer Maschinen. Gleichzeitig bot sie eine Durchfahrtsmöglichkeit von der vorderen Hoffläche in den Garten. Beschreibung: Die Remise wurde 1932 baurechtlich genehmigt, allerdings erst nachträglich, denn nach vermessungsamtlichen Unterlagen bestand der Bau - dort als "Schupfen" bezeichnet - jedenfalls bereits 1931. Das Gebäude hat eine Grundfläche von ca. 100 qm und ist eine einfache Konstruktion aus Rundhölzern. Der Stadel des Kipferlerhofes und die gegenüberliegende Scheune des Nachbarn bilden die beiden Seitenwände, die Vorder- und Rückwand war teilweise verbrettert, im Durchfahrtsbereich dagegen offen. Zum Schutz der Ausstellungsstücke wurden beim Museumsausbau nachträglich Schiebetore angebracht. Die Remise hat ein Satteldach mit Zwicktascheneindeckung. Diese Zwicktaschen werden aus dünnen Kalkplatten in die Form von Biberschwanz-Dachziegeln zurechtgezwickt. Im Gegensatz zum Legschieferdach ist bei Zwicktaschen eine steilere und leichtere Dachkonstruktion möglich, da diese Steine mit Stiften befestigt sind und zwei regelmäßig übergreifende Lagen für die Abdichtung ausreichen. Die Zwicktaschen wurden erst 1828 vom Eichstätter Glaser Josef Weidenhiller erfunden, und ihm dafür ein Patent erteilt. Die Zwicktaschen, früher auch nach dem Erfinder als "Weidenhiller" oder nach der Herstellungsart als "Schablonenschiefer" bezeichnet, fanden im vergangenen Jahrhundert und auch noch in den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts, vor allem bei Nebengebäuden, großen Anklang. Ausstattung: In der Remise sind "modernere" landwirtschaftliche Geräte ausgestellt, wie sie noch in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg in Gebrauch waren. Sie sind bereits aus Eisen hergestellt, wurden aber teilweise noch von Pferden gezogen. Für die FelderbesteJ1ung sind ein zweischariger Pflug, eine Sämaschine und ein Kunstdüngerstreuer zu sehen. Als Erntegeräte dienten beim Getreide ein sog. Ableger, beim Heu eine Mähmaschine, ein Gabelheuwender und ein Pferderechen und für die Kartoffeln ein Roder. |
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