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Hühnerstall

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Hühnerstall

Blick in den weiß gekalkten Hühnerstal1 Nutzung:

Hühnerhaltung ist im Kipferlerhof bereits seit etwa 1630 urkundlich nachweisbar, denn zum Zehent, den der Besitzer alljährlich an das Hochstift Eichstätt entrichten musste, gehörten auch zwei Hennen. Groß war die Hühnerschar einst freilich nicht: Die Hofübergabeverträge berichten 1781 von zehn Hennen und 1796 von derselben Anzahl. Im Hühnerstall waren die Hühner in der Nacht untergebracht, während sie untertags frei im Hof, in der Scheune und im angrenzenden Obstgarten herumlaufen konnten. Außer als Schlafplatz diente der Hühnerstall auch als Brutplatz: Hier wurden einige Hennen auf 1012 Eier "angesetzt", aus denen dann in etwa 3 Wochen die "Ziewala" (Küken) schlüpften. Schließlich war der Hühnerstall für manche Hennen außerdem der Platz zum Eierlegen; andere Hühner ließen sich allerdings durch die vorbereiteten Nester mit " Legeiern " aus Gips im Hühnerstall nicht anlocken und wählten anderswo ein Plätzchen, so dass die Bäuerin beim "Eierabnehmen" häufig die hintersten Winkel der Scheune aufsuchen musste.

Beschreibung:

Der mit dem Schweinestall zusammengebaute Hühnerstall ist ca. 6,5 qm groß, hat vorne ein großes Fenster und von links eine Zugangstüre. Gedeckt ist er mit einem Pultdach aus Legschiefer. Aus Unterlagen des Vermessungsamtes Eichstätt ergibt sich, dass er an dieser Stelle im Jahre 1 954 bereits bestand, jedoch noch nicht im Jahre 1 931 ; vielleicht hatten die Hühner vorher ihren Schlafplatz in einem Verschlag in der Stube, wie es in Bauernhäusern der Altmühlalb in den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts manchmal noch üblich war.

Ausstattung:

Die Stangen waren die Schlafstelle der Hühner, die mit Draht vergitterten Verschläge darunter der Platz für die Bruthennen. Wasserbehälter und Futterbarren vervollständigen die Einrichtung.

                                    Jura-Bauernhof-Museum, Schlossstr. 19, 85122 Hitzhofen-Hofstetten, E-Mail