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HolzschupfeDie Holzschupfe (Holzschuppen) diente zur Unterbringung der Brennholzvorräte des Anwesens. Auf einem Bauernhof wurde früher viel Holz benötigt: zum Heizen des Stubenofens, des Herdes, des Backofens, des Kartoffeldämpfers und sonstiger Ofen, z. B. in der Austragsstube. So hatten sich bei der Übergabe des Kipferlerhofes im Jahre 1891 die Austrägler allein zum Heizen ihrer Stube "zwölf Ster Fichtenscheitholz zweiter Klasse" ausbedungen. Dieses Brennholz konnte aus dem eigenen Wald gewonnen werden, denn zum Kipferlerhof gehörte ein großer Waldbesitz, der z. B. 1891 über 11 ha betrug. Beschreibung: Der einfache, aus Holzstangen gebaute Schuppen misst 9,20 m x 4,40 m und ist vorne offen. Das (erneuerte) Satteldach ist gebrettert und mit "Schwartlingen" gedeckt. Ausstattung: Neben Brennholz - in Scheiten oder kleingemacht finden sich in der Schupfe auch einige Geräte, die der Holzbearbeitung dienten: Eine - schon modernere - Kreissäge zum Abschneiden des Holzes und ein Hackstock zum Spalten des Holzes. Dieser Hackstock wurde auch dazu verwendet, um "Graßlert" (Astholz mit Nadelzweigen) mit einem Haumesser zu "schnoidern", d. h. von den Astholzstücken wurden die dünnen, benadelten Zweige abgehackt; die Astholzstücke wurden dann zu "Bauschen" (Reissigbündel) gebunden, die man - als leicht brennbar - vor allem zum Anzünden eines Feuers verwendete. Die kleingehackten Nadelholzzweige wurden im Stall eingestreut oder manchmal auch verfüttert. Zum Transportieren des Holzes auf dem Gelände des Hofes ist außerdem ein Handwagen zu sehen. |
Jura-Bauernhof-Museum, Schlossstr. 19, 85122 Hitzhofen-Hofstetten, E-Mail |