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Bienenstand

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Bienenstand

Linke Wand des Bienenstandes mit Bienenkörben und -kästen Nutzung:

Im Bienenstand des Kipferlerhofes konnten etwa zwölf Bienenvölker untergebracht werden. Urkundlich nachgewiesen ist die Bienenhaltung am Hof bereits durch den Übergabevertrag von 1854, in dem als Inventar ausdrücklich zwei Bienenstöcke nebst Bienenstand genannt werden. Im Übergabevertrag von 1891 ist ebenfalls die Bienenzucht erwähnt, da sich die Übergeber jährlich einen Bienenstock zur Nutznießung als Naturalausnahme vorbehielten. Dies zeigt, wie sehr früher der Honig geschätzt wurde, da es kaum Zucker gab.

Beschreibung:

Der 4 m lange und 1,80 m breite Bienenstand aus Brettern lehnt sich an die Südseite der Remise. Sein Pultdach ist mit Zwicktaschen gedeckt. Der Zugang erfolgt durch eine Türe an der Ostseite.

Ausstattung:

An der linken Wand des Bienenstandes verlaufen zwei Borde, auf denen die Bienenkörbe und -kästen stehen. Auf dem oberen Bord sind Bienenkörbe zu sehen, die aus mehreren Strohringen aufgebaut sind. In der ursprünglichen Form waren diese Körbe auch noch oben durch Strohringe abgeschlossen, und zur Honiggewinnung mussten die oberen Ringe abgeschnitten werden, da sich der Honig oben, die Brut unten im Korb befand. Die hier gezeigten Bienenkörbe sind jedoch bereits eine weiterentwickelte Form, bei der nur noch das Unterteil (Brutraum) aus Strohringen gefertigt ist, während das Oberteil (Honigraum) aus einem Holzkasten besteht. Dadurch vereinfachte sich die Honigernte, da man das Oberteil mit den Honigvorräten nur abzunehmen und zwischenzeitlich das Verbindungsloch zwischen Ober- und Unterteil durch einen Holzpfropfen zu verschließen brauchte. Auf dem unteren Bord sind noch "modernere" Bienenkästen aufgestellt, die aus Holz gefertigt sind. Sie setzen sich ebenfalls aus dem Brutraum unten und einem oder zwei Honigräumen darüber zusammen, die mit Wabenrähmchen versehen waren. An der rechten Wand des Bienenstandes hängen Gerätschaften, die der Imker ergänzend benötigte: Futterballone aus Glas und Metall für die Zuckerlösung, Leerrähmchen und eine Pfeife, deren Rauch die Bienen auf Distanz halten sollte.

                                    Jura-Bauernhof-Museum, Schlossstr. 19, 85122 Hitzhofen-Hofstetten, E-Mail