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| | Bericht des Eichstätter Kuriers vom 29.07.2005
Neue Remise im Bauernhofmuseum / Vereinsvorstand wiedergewählt /
Besucherzahlen rückläufig
Andrea Franzetti
Hofstetten (ztt) Gleich doppelten Grund zum Feiern
hatte Landrat Xaver Bittl: zuerst wurde er wiedergewählt, zum Vorsitzenden des
Vereins Jura-Bauernhofmuseum, und anschließend konnte er noch die neue
Wagenremise einweihen. Die knapp 30 Meter lange und sechs Meter breite Halle
bietet Platz für landwirtschaftliche Großgeräte. Nach vorne zum Museumsgarten
hin geöffnet, können Besucher nun die alten Traktoren, Bindemäher und Eggen
in Augenschein nehmen. Am 13. Juni war Spatenstich, jetzt erhielt der Neubau den
kirchlichen Segen von Pfarrer Reinhard Förster.
Vor der offiziellen Einweihung des knapp 53 000 €
teuren Bauwerkes hielt der Trägerverein des Museums bereits seine
Mitgliederversammlung in der Remise ab. Vereinsvorsitzender Bittl ließ
die Jahre 2001 bis 2004 Revue passieren. Bei den Besucherzahlen musste
er eine "etwas rückläufige Tendenz feststellen". Strömten
im Jahr 2002 knapp 5700 Besucher in den Kipferlerhof, so waren es im
vergangen Jahr nur 3358. Die Zahl der Sonderveranstaltungen lag im
Jahresdurchschnitt bei acht, dazu zählen die klassischen Eröffnungs-
und Abschlussveranstaltungen wie das Ostereiersuchen und die
Museumskirchweih. Als feste Institution "mit zahlreichen Stammgästen,
auch von außerhalb" bezeichnete Bittl das Moritatensingen,
organisiert von Kreisheimatpfleger Wunibald Iser und dem
Volksmusikarchiv Oberbayern. Ein "Publikumsmagnet" sei auch
der Bauermarkt, hier habe "das Interesse aber nachgelassen".
Über die Finanzsituation des 125 Mitglieder starken Vereins
berichtete Kassierer Georg Stark. Die habe sich "den Umständen
entsprechend entwickelt". Größter Einnahmeposten seien die
Mitgliedsbeiträge gewesen, die zwischen 6300 und 6500 € jährlich
lagen. An Spenden, vor allen Dingen von Banken, flossen im vergangenen
Jahr knapp 3000 € in die Vereinskasse. Die Einnahmen aus den
Eintrittsgeldern entwickelten sich entsprechend der Besucherzahlen: 2001
brachten die Karten 2976 €, 2002 waren es über 5000 €, während
2004 nur 3056 € eingenommen wurden. Der Eintrittspreis wurde
zwischenzeitlich von 1,50 € auf zwei € erhöht.
Bei den Ausgaben schlugen die Personalkosten mit 6000 € zu Buche, während
für den Bauunterhalt und die Bewirtschaftung des Museums 4000 €
notwendig waren. Stark bilanzierte zwar für alle Jahre ein positives
Ergebnis, jedoch nur dank der Zinseinnahmen. Ohne diese Gewinne hätte
es 2001 einen Verlust von 586 € gegeben, und 2004 von 1800 €. Die
hohen Rücklagen des Vereins werden "durch den Bau der Remise jetzt
zum großen Teil aufgebraucht", so Stark weiter.
Die turnusgemäßen Neuwahlen des Vereinsvorstandes und des Beirates
brachten keine großen Veränderungen. Im Block votierten alle
Anwesenden einstimmig für die Kandidaten. Vorsitzender bleibt Landrat
Xaver Bittl, sein Stellvertreter ist Hitzhofens Bürgermeister Andreas
Dirr, alter und neuer Schriftführer ist Karl Zecherle. Neu in den
Vorstand gewählt wurde Christa Weber. Sie löst Heidrun Ponschab ab.
Neues Mitglied des Beirates ist Christoph Würflein, Leiter des
Informationszentrums Altmühltal.
Nach nur etwa einer halben Stunde ging die Vereinssitzung nahtlos in
die Einweihungsfeier der Remise über. Bittl dankte an dieser Stelle
allen Beteiligten, die am Bau mitgewirkt hätten. Ein "stets waches
Auge" auf die Bauarbeiten habe immer Museumswart Hans Ganser
gehabt. Man merke, so Bittl, dass "viel Herzblut" in seiner
Arbeit stecke. Nach der Segnung klang der Abend im Museum mit einer
Brotzeit, serviert unter dem Pultdach der neuen Remise, aus.
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