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17. Mai – 21. Oktober 2007 Sonderausstellung
zum 100jährigen Jubiläum des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbbildung
Ingolstadt-Eichstätt
„Des Bauern Freud’ und Leid“
Heimische Kulturpflanzen, deren Krankheiten und Schädlinge – Ausstellungsstücke der Landwirtschaftsschule Ingolstadt-Eichstätt zwischen 1913 und 1958
Bericht des Eichstätter Kuriers vom 19.05.2007
Zuchtsau aus Gips und Roggen aus PlastikSonderausstellung im Bauernhofmuseum eröffnet / Lehrmittel aus der
Landwirtschaftsschule
Kreisheimatpfleger Wunibald Iser hatte einige alte
Lieder ausgewählt, die von Bauernschläue und Ochsen erzählten. Musikalisch
begleitet wurden die singenden Museumsbesucher von der Wintershofer Tanzlmusi. Im ersten Stock des Kipferlerhofes ist seit Christi
Himmelfahrt „Des Bauern Freud’ und Leid“ zu sehen. Die jährliche
Sonderausstellung im landkreiseigenen Museumshof zeigt diesmal Exponate aus den
Landwirtschaftsschulen Ingolstadt und Eichstätt. Vom Gipsmodell einer Zuchtsau,
hin zur dreidimensionalen Roggenkornfrucht aus Plastik: In der Schule wurde die
Theorie schon immer auch praxisnah unterrichtet. Die lebensgroße Plastikhenne
mit herausnehmbaren Innereien zeigte den Schülern damals, was beim Schlachten
und Ausnehmen des Federviehs zu beachten ist. Bürgermeister Andreas Dir erinnerte in seiner Eröffnungsansprache
an das „Leid“ des Bauern. Viele Schädlinge, die früher häufig auftraten,
seien „uns Jungen heute gar nicht mehr bekannt“. Gleich mehrere Schautafeln
und Objekte zeigen typische Krankheiten und Schädlinge, mit denen der Landwirt
früher (und teilweise auch noch heute) zu kämpfen hatte. Besonders anschaulich
sind die „befallenen Kartoffeln“. Die Knollen im Modell mit Fäule oder
Kartoffelkrebs dienten in der Schule als Anschauungsobjekte.
Die neue Sonderausstellung bietet auch viele
Fotografien in Farbe und Schwarz-Weiß. Zu sehen sind da „des Bauern
Freud’“: blühende Kultur- und Grünlandpflanzen, oder die Abschlussklasse
der 1. Königlichen Landwirtschaftlichen Winterschule Eichstätt. Zur Schule gehören
Zeugnisse. Auch die sind in den Vitrinen ausgestellt. Noten gab es 1909 in
Religion, Rechnen und Zeichen, aber auch in den Fachdisziplinen Pflanzen- und
Tierkunde und Obstbau. Die Landwirtschaftsschule in Ingolstadt wurde 2006
geschlossen. Der umfangreiche Lehrmittelfundus konnte vom Landkreis Eichstätt
übernommen werden. Kreisheimatpfleger Wunibald Iser inventarisierte die Stücke
aus den Jahren 1913 bis 1958. Eine Auswahl davon ist jetzt in der
Sonderausstellung noch bis zum 21. Oktober zu sehen.
Bilder von der Ausstellungseröffnung am 17. Mai um 14.00 Uhr:
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Jura-Bauernhof-Museum, Schlossstr. 19, 85122 Hitzhofen-Hofstetten, E-Mail |